Parco della Maremma
Der Naturpark der Maremma “Parco Naturale Regionale della Maremma” ist 1975 gegründet worden und obwohl er noch recht neu ist und eine relativ kleine Oberfläche hat (10.000 ha), ist er bereits Anlaufpunkt für immer mehr Personen geworden. 1993 ist der Park vom Rat der Europäischen Union als „Parco Europeo“ (Europäischer Park) ausgezeichnet worden.
Auch wenn der Parkbesuch sicherlich eine wundervolle und lehrreich Erfahrung ist, sollten Sie nicht vergessen, dass ein einmaliger Besuch, in einigen Ausnahmefällen, die oft hochgesteckten Erwartungen nicht unbedingt sofort erfüllen kann, da die Zeit oft zu kurz ist. Es handelt sich schließlich nicht um einen Zoo, sondern um Tiere die in freier Wildbahn leben.
Pitigliano

Die Ursprünge von Pitigliano, welches sich im Zentrum der Hügellandschaft der Maremma befindet, gehen bis in die Bronzezeit zurück. Die antiken Nekropolis und die „Vie Cave“Strassen, die in den Tuffstein, das Vulkangestein welches ein dominierendes geologisches Element in der Gegend ist gegrabenen sind, bezeugen die Anwesenheit von Etruskern. Pitigliano ist über die Zeitepochen hinweg von Lehen der Aldobrandeschi, über Grafschaft der Orsini bis zum 17. Jahrhundert und schließlich zum Teil des Großherzogtums der Medici und später Lothringens geworden. Durch seine Lage in einer Gegend, reich an Ausflugsorten von naturalistischer, geschichtlicher und archäologischer Wichtigkeit, ist Pitigliano der perfekte Ausgangspunkt für unvergessliche Ausflüge.
Saturnia

Saturnia ist von sehr antikem Ursprung und stammt wahrscheinlich sogar aus einer Zeit vor den Etruskern. Mit seinen warmen Quellen ist es für Jahrhunderte von einer mystischen Aura und von Legenden umwoben gewesen, da seine berühmten heilenden Wirkungen schon zur Zeit der Römer sehr geschätzt wurden. Heute ist Saturnia ein ruhiges, einladendes Dorf umgeben von einem anmutigen Panorama.Die heißen Quellen, die in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts wieder hergestellt und im verlauf der Jahre restauriert und vergrößert worden sind, sind in der ganzen Welt für ihr schwefelhaltiges, homoiothermales Wasser bekannt und sehr geeignet bei Rheumaschmerzen, Stoffwechselkrankheiten, Atemwegserkrankungen, Magen Problemen und allgemein bei Stress.
Orbetello
Orbetello befindet sich auf einer kleinen Halbinsel umgeben von einer Lagune die von einer künstlich angelegten Strasse in die zwei Teile, „Levante“ und Ponente“, geteilt ist. Seit 1841 ist die Stadt auf diese Weise mit dem Kap „Monte Argentario“ verbunden. Die Lagunen sind von zwei Landzungen, die sich „tomboli della Feniglia e della Gianella“ nennen, umgeben und die den Besuchern viele Kilometer an wundervollen Stränden bieten. Eingebettet in eine einzigartige und eindrucksvolle Landschaft sieht Orbetello in Höhenaufnahmen aus wie der Bug eines Schiffes in friedlichem Gewässer und die Verbindungsstrasse zum „Monte Argentario“ scheint ein Steg, der die Verbindung zum Land darstellt. Raffaele Del Rosso vergleicht Orbetello sogar mit Venedig und bedient sich dazuGabriele D’Anunzios Ausdruck „Città Anadiomene“, Stadt die aus dem Meer ersteigt. Wahrscheinlich ist es genau auf Grund dieser besonderen geografischen Lage, dass Orbetello, von den Aldobrandeschi, über die Spanier, die Österreicher, die Franzosen bis hin zu den Lothringern und die Abtei „Tre Fontane“ immer schon ein beliebter Ort für Eroberungen war. Auch der Ursprung des Namens wirft viele Fragen auf: stammt Orbetello von Orvelus, Urva Tellus oder Urbis Tellus? War sie eine kreisförmige Stadt oder die Stadt der Kräuter? Ihre Ursprünge bleiben weiterhin geheimnisvoll und hätte Nicola Piccinino 1455 nicht das Archiv geplündert, dann wären jetzt viele Zweifel vielleicht geklärt. In der Gegend der Landzunge „Giannella“ befinden sich eine große Anzahl an Zugvögeln. Unter anderem leben hier Flamingos, eine wundervolle Tierart, was dazu beiträgt die Schönheit der Umgebung noch einmal zu unterstreichen. Genau in der Mitte der Landzunge hat der WWF, in einem alten Bauernhaus, ein Zentrum zur Umwelterziehung eingerichtet. Auf der Meerseite erstreckt sich ein kilometerlanger sehr feiner Sandstrand bis hin zur Mündung des Albegna, und sie ist von der Strasse durch breite Streifen der Macchia Mediterranea getrennt. Die „Feniglia“ Landzunge ist hingegen ein Reich der unterschiedlichsten grün Töne und wohligen Düften typisch für die Macchia Mediterranea, die durch den dichten Pinienwald noch einmal unterstrichen werden. Hier leben die unterschiedlichsten Tierarten in freier Wildbahn unter Naturschutz. Es ist daher nicht selten, dass Sie während eines Spaziergangs auf der „strada bianca“ (der weißen Strasse) auf eine Herde Damhirsche beim grasen treffen. Ein goldig schimmernder Strand, von glasklarem Wasser bespült ist der perfekte Rahmen dieses kleinen Stückchens vom Paradies.
Castiglione della Pescaia
Castiglione della Pescaia ist ein antiker Ort direkt am Meer zwischen Punta Ala und Marina di Grosseto und der alte Ortsteil ist geradezu ein Balkon aufs Meer. Von hier aus starten täglich Ausflüge zu den Inseln des toskanischen Archipels.
Der kleine Ort Castiglione della Pescaia ist von sehr antikem Ursprung. Die ersten Hinweise von einer Besiedlung dieser Gegend gehen auf ca. sechzigtausend Jahre zurück. Die erste Stadtansiedlung befindet sich hingegen in Vetulonia, eine antike etruskische Stadt in der Nähe des Sees Prile, der heute nicht mehr existiert. Die Römerwiederum gründeten Salebrone, ein Dorf was berühmt ist für sein mildes Klima, den fischreichen See und eine Umgebung mit üppigem Wildvorkommen. Nachdem Fall des ersten römischen Reichs und dem Einfall der Barbaren 962, wurde Castiglione von dem deutschen Kaiser Otto dem I° von Sachsen an Pisa übergeben. Pisa nutzte allerdings nur seine Reichtümer aus und kümmerte sich nicht um das Versanden des Hafens und des Sees Prile. Durch die großen Mengen stagnierenden Wassers wuchs die Anzahl an Malaria Epidemien.
Monte Argentario

Der Monte Argentario war sehr wahrscheinlich zu beginn eine Insel, die erst später durch die Landzungen „Feniglia“ und „Giannella” mit der Küste verbunden wurde. Die Landzungen haben sich durch die Ansammlung von Schutt, welcher von den Flüssen und den Meeresströmungen angeschwemmt wurde, gebildet. Die erste menschliche Ansiedlung geht weit in die Vergangenheit zurück, wie die zahlreichen archäologischen Funde, sowohl aus der „Grotta degli Stretti“ als auch von der „Cala dei Santi“ beweisen Viele der dortigen Höhle waren bewohnt, wobei eine von ihnen, die „Grotta del Granduca“ sehr groß war, mit einer Länge von über einem Kilometer. Sie hat ihren Namen zu Ehren Leopolds von Lothringen erhalten, der ihre Ausgrabung förderte und zudem befindet sich nur 50 Meter vom Eingang ein kleiner See.
Auf Grund seiner Lage, im Zentrum des Mittelmeers, wurde der Monte Argentario von den ersten Schiffern als sicherer Anlegeplatz gesehen. Die Strategisch gute Position der Halbinsel führte zum Bau von Sichtungstürmen, um den ständigen Einfällen, wie zum Beispiel die des Piraten Khair ad Din und die des so genannten Barbarossa (Rotbart), der 1544 Porto Ercole plünderte, vorzubeugen. Die ersten Verteidigungs-Maßnahmen gehen bis in die Bronze-Zeit zurück, aber ein wirkliches Verteidigungssystem, dass die gesamte Halbinsel einbezogen hat, wurde erst im 15. Jahrhundert unter derRepublik von Siena in Angriff genommen. Es ist jedoch den Spaniern zu verdanken, dass der Monte Argentario in nur wenigen Jahren zu einer gewaltigen Kriegsmaschine wurde, mit einer beachtlichen Befestigung, die allen ähnlichen Bauten in der Toskana weit überlegen war. So wurde der „stato dei Presidi“, der Orbetello, Porto Ercole, Porto Santo Stefano und Talamone umschloss gegründet und an den sich 1602 die Festung von Porto Longone auf Elba anschloss. Die komplett bergige Halbinsel (635m) besteht aus charakteristischen, felsigen Steilküsten, von denen aus Sie die berühmte „palma nana“ (Zwergpalme), die hier in der freie Natur wächst bestaunen können und ist dicht mit der typischen Macchia Mediterranea bewachsen, die von Olivenhainen, Weinanbau, und von Obstbäumen abgelöst wird. Der Wein, der hier auf mühsam geschaffenen Terrassen an den Berghängen angepflanzt wird kann auf den Anbau der beiden seltenen Traubenarten Ansonico und Riminese zählen. Die Wirtschaft, die einst nur auf Fischfang basiert war, findet heute im Tourismus seine wichtigste Einnahmequelle.
Punta Ala

Wenn Sie von Castiglione della Pescaia in Richtung Follonica weiter fahren müssen Sie bei der Ortschaft Pian d’Alma links abbiegen, um nach Punta Ala zu gelangen. Es braucht sicherlich keiner besonderen Vorstellung, da Punta Ala zu einer der renommiertesten Orte der Mittelmeerküsten gehört. Um ihnen auf die Sprünge zu helfen reicht es wohl Sie daran zu erinnern, dass Punta Ala der Trainings Stützpunkt der Luna Rossa war. Durch seine gelungene Einbettung in den Pinienwald ist Punta Ala einer der gelungensten Touristischen Standorte der Nachkriegszeit und bietet seinen Gästen neben der sauberen Strassen und der gepflegten Rasen, elegante, immer gepflegte Gärten.
Der Hafen ist zudem eine wichtige touristische Attraktion und bietet neben seinen 900 Schiffsplätzen die Möglichkeit Schiffe, Motorboote und Yachten mit und Ohne Matrosen zu mieten.
Außerdem gibt es in Punta Ala einen bemerkenswerten Golfplatz, der zu den größten Europas gehört und an dem wichtige internationale Wettkämpfe stattfinden.
Siena

Siena befindet sich auf drei Hügeln, zwischen den Quellen des Arbia und des Elsa. Neben seinem hohen Stellenwert in Industrie und Landwirtschaft befinden sich hier wichtige Kunstwerke, Bauten und der berühmte „Palio“. Die Gegend ist zu jederzeit geeignet für einen Besuch. Im Sommer bietet sie die angenehme frische der Hügellandschaft, im Winter gibt es die Möglichkeit Wintersport zu betreiben und sowohl im Frühjahr als auch im Herbst lohnt es sich die wundervolle Natur zu bestaunen. Nach seiner Gründung der Etrusker wurde Siena, zur Zeit von Augusto, zur römischen Kolonie. Um '700, nach der Besetzung der Langobarden wurde es dann zum Bischofs Sitz, setzte sich allerdings im 11. Jahrhundert als weltliche Gemeinde durch. Schwere Kämpfe trennten Siena und Florenz und 1260 wurde Florenz dann bei Montaperti geschlagen. Nachdem sie von unterschiedlichen Stadtherrschaften regiert wurde fiel die Stadt unter kaiserliche Herrschaft und wurde Teil des Mediceer Staates und anschließend fiel sie dann unter lothringische Führung, bis sie 1859 an das Italienische Königreich annektiert wurde.